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flammabis Musiktage: 3.-7. November 2011
minimal music - ein Phänomen
Medienpartner: Bayerischer Rundfunk
Montag, 7.11.2011, 20.00 Uhr
• 2. Kammerkonzert mit internationalen Stars
Ort: Kammermusiksaal der Hochschule für Musik, Gebäude an der Residenz.
Kooperation mit dem Studio für Neue Musik und dem Tonkünstlerverband Würzburg
Carin Levine (Flöte), Marta Klimasara (Percussion), Stefan Hussong (Akkordeon) und Jürgen Ruck (Gitarre)


Programm: Dauer ca 75 Minuten
Hubert Hoche: „X-Way“ für Flöte und Perkussion
J. Sanchez-Verdu: „Dhatar“ für Gitarre und Akkordeon
Keiko Harada: Book" 1 für Akkordeon
(1. Detour, 2. Sprinkled efforts, 3. Anticipation, 4. Henpuu)
Steve Reich: „Vermont Counterpoint“ für Flöte und Tonband
- PAUSE
Maurizio Pisati: „ZONE-Alp“ für Bassflöte und Gitarre
Johannes F.W. Schneider: „Cosm“ UA für Flöte, Gitarre und Cajon
Detlef Heusinger: „Noeme“ für Flöte und Gitarre
Trevor Baca: „L‘archipel Du Corps“ UA für Flöte, Gitarre, Akkordeon, Perkussion

Stefan Hussong,
in Köllerbach an der Saar geboren, war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des DAAD, der Akademie Schloss Solitude und der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1984 und 1987 erhielt er jeweils den ersten Preis beim Int. Hugo Herrmann Wettbewerb und beim International Gaudeamus Interpreters Competition für zeitgenössische Musik.
In der Kategorie „Bester Instrumentalist des Jahres“ wurde Hussong
1999 der Echo Klassik Preis der Deutschen Phonoakademie verliehen. Seine bei DENON erschienene Solo-CD mit Werken von John Cage wurde im selben Jahr als „Best record of the year“ ausgezeichnet. Mehr als 100 ihm gewidmete Werke wurden durch Stefan Hussong uraufgeführt, bislang über 30 - teilweise mehrfach prämierte - CD`s von ihm eingespielt.
Hussong konzertierte u.a. zusammen mit dem Orchestre de la Suisse
Romande, Wiener Phil., Berliner philh. Orchester, dem Ensemble Modern, dem Rundfunk Symphonieorchester Saarbrücken, Seoul Symph.Orch. und der Tokyo Shin Nippon Philharmonie.
Er ist Professor für Akkordeon und Kammermusik an der Musikhochschule Würzburg.
Marta Klimasara
Es waren die überragenden musikalischen Qualitäten, die im Herbst 2001 die Jury des ARD-Wettbewerbs in München bewogen, Marta Klimasara den 1. Preis im Fach Schlagzeug zuzuerkennen. Die polnische Musikerin, ebenfalls Trägerin des erstmals bei diesem Wettbewerb vergebenen Publikumspreises, besticht nicht nur durch ihre charmante und engagierte Persönlichkeit, sondern vor allem auch durch ihre künstlerische Sensibilität und Vielseitigkeit: Die sanften, zuweilen fast intimen Klänge der Marimba meistert sie ebenso virtuos wie alle Herausforderungen des vielfältigen und abwechslungsreichen Schlagzeuginstrumentariums, mit den nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten verschiedenster Setups.Dass Marta Klimasara klassische Schlagzeugerin werden würde, war nicht von Anfang an klar: Zunächst in ihrer Heimatstadt Sosnowiec am Klavier ausgebildet, begann sie im Alter von zwölf Jahren mit dem Schlagzeugspielen und erhielt bereits vier Jahre später - inzwischen Studentin bei Krzystof Jaguszewski in Kattowitz - mehrere nationale Preise und debütierte bald darauf solistisch mit der Schlesischen Philharmonie in Kattowitz. Um ihr Studium bei Professor Klaus Treßelt an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart fortzuführen, kam sie 1994 nach Deutschland und lebt seitdem in der baden-württembergischen Landeshauptstadt.Weit über die Grenzen ihrer heutigen Wahlheimat hinaus ist Marta Klimasara eine hochgeschätzte Schlagzeugsolistin; Grundlage des internationalen Rufes sind neben Tourneen nach Frankreich, Schweden, Japan und Südafrika insbesondere ihre großen Erfolge bei internationalen Wettbewerben. Bevor Marta Klimasara beim Münchner ARD-Wettbewerb - eine der renommiertesten und bedeutendsten Konkurrenzen - als Siegerin hervorging, erhielt sie bereits 1999 den 1. Preis beim »2nd World Marimba Competition« in Japan sowie den 2. Preis beim »3rd Krzystof Penderecki International Competition of Contemporary Music« in Krakau.Die junge Künstlerin war Stipendiatin der Yamaha Music Foundation of Europe sowie der Kunststiftung Baden-Württemberg und wurde im Oktober 2001 für ihre einzigartige musikalische und künstlerische Persönlichkeit von der Europäischen Kulturstiftung in Straßburg ausgezeichnet.Im Sommer 2004 schließlich wurde Marta Klimasara auf eine Professur für Schlagzeug an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart berufen.
Marta Klimasara konzertiert mit Orchestern wie dem RSO Stuttgart, dem Münchener Kammerorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Nationalphilharmonie Warschau, dem Polish Radio Symphony Orchestra Warschau und Kattowitz, den Hofer Symphonikern und dem RSO Saarbrücken und ist Gast auf zahlreichen internationalen Festivals wie z. B. in Wien, Paris, Warschau und St. Petersburg.
Außerdem produziert sie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit dem Bayerischen, Hessischen und Südwest Rundfunk, France Musique, SR 2 KulturRadio, sowie dem Deutschlandradio.
Im Frühjahr 2002 ist Marta Klimasaras Solo-Debüt-CD »I Ching« beim label triptychon erschienen.
Carin Levine
Die aus den USA kommende Flötistin Carin Levine studierte zunächst an der University of Cincinnati Flöte bei Jack Wellbaum und Kammermusik bei Peter Kamnitzer, bevor sie ihr Studium bei Aurèle Nicolet an der Musikhochschule Freiburg/Breisgau fortsetzte. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie regelmässig bei massgeblichen internationalen Festivals in Europa, Asien, USA und Südamerika auf.
Carin Levine wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, u.a. dem Ohio State Music Award und dem Kranichsteiner Musikpreis für die Interpretation Zeitgenössischer Musik.
Ihre Suche nach neuen Entwicklungen in der Musik führte zu einer engen Zusammenarbeit mit Komponisten wie z.B. Brian Ferneyhough, Dror Feiler, Toshio Hosokawa, Mauricio Kagel, Alvin Lucier, Liza Lim, Robert HP Platz, Younghi Pagh-Paan, Josef Anton Riedl, Giacinto Scelsi und Dieter Schnebel die ihr zahlreiche Stücke gewidmet haben. Besonders viel Wert legt die Flötistin auf die Kooperation mit jungen KomponistInnen. Auch hier entstanden neue Werke z.B. von Matthias Krüger, Tobias Schneid, Fabien Levy und Alwynne Pritchard.
Carin Levine unterrichtete viele Jahre an den Musikhochschulen in Bremen, Detmold und Lübeck. Zur Zeit beinhaltet ihre Lehrtätigkeit internationale Meisterkurse (u.a. Jeunesses Moderne, Musikakademie Rheinsberg, Aeolian Trio Academy) sowie regelmässige Dozenturen bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.
Sie ist Herausgeberin der Reihe „Zeitgenössiche Musik für Flöte“ beim Bärenreiter Verlag, bei dem auch ihr Buch „The Techniques of Flute Playing“ erschienen ist. Die Fortsetzung ihrer Arbeit mit praxisbezogenen Anleitungen für KomponistInnen und InterpretInnen ist in einer weiteren Veröffentlichung „The Techniques of Flute Playing Volume 2“ für Piccolo, Alt- und Bassflöten ist ebenfalls beim Bärenreiter Verlag erschienen.
Bei Ensemble- und Orchesterwerken hat Carin Levine mit Dirigenten wie u.a. Ernest Bour, Peter Eötvös, Johannes Kalitzke, Christoph Poppen und Lothar Zagrosek zusammen gearbeitet. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CDs dokumentieren ihr umfangreiches Repertoire.
Auftritte in der jüngsten Zeit waren z.B. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, II. International Music Festival Phnom Penh, Ansbach Bach Festival, Archipel Festival (Genf), Warschauer Herbst und Musica Viva (München).
Jürgen Ruck
- geboren in Freiburg - studierte als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes in seiner Heimatstadt bei Sonja Prunnbauer und in Basel bei Oscar Ghiglia. 1986 erhielt er den ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb, 1990 den Kranichsteinpreis für die Interpretation Neuer Musik.
Das Repertoire von Jürgen Ruck umfasst Musik vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Er konzertiert in den verschiedensten Kammermusikbesetzungen und trat bei vielen internationalen Festivals auf.
Als Solist spielte er etwa mit dem Berliner Philharmonischen Orchester (in dem er regelmäßig als Gastmusiker mitwirkt), dem Scharoun Ensemble, dem Ensemble InterContemporaine Paris, der London Sinfonietta und den Rundfunkorchestern des WDR, NDR, SWR, SR, RAI Mailand und ORF Wien.
Jürgen Ruck engagiert sich besonders für die zeitgenössische Musik: als Gitarrist des Ensemble Modern sowie in der Zusammenarbeit mit Komponisten wie György Kurtág, Hans Werner Henze, Helmut Lachenmann oder John Adams. Bei der Uraufführung von György Kurtágs „Grabstein für Stephan“ 1991 mit den Berliner Philharmonikern unter Zoltan Pesko spielte Ruck den Solopart. Das bedeutende Schaffen Hans Werner Henzes für Gitarre bildet einen besonderen Schwerpunkt seines Repertoires. Henze betraute Ruck mit der Einrichtung und Uraufführung zweier neuer Kompositionen für Gitarrenduo. Die CD-Einspielung dieser Werke, die 1999 bei Dabringhaus & Grimm erschienen ist, erhielt den Schallplattenpreis ECHO KLASSIK 2000 in der Sparte „Solistische Einspielung des Jahres für Musik des 20. Jahrhunderts“.
Seit 2003 konzertiert Jürgen Ruck sehr erfolgreich mit seinem Projekt der „Caprichos Goyescos“, einem Zyklus von speziell für ihn geschriebenen Solokompositionen, die sich jeweils auf Francisco Goyas berühmte Radierungsfolge der „Caprichos“ beziehen. Bislang sind über 40 Stücke von 22 verschiedenen Komponisten entstanden. Eine erste CD-Aufnahme erschien 2005 bei Dabringhaus & Grimm.
„Jürgen Ruck ist einer der bemerkenswertesten jungen Guitarristen unserer Zeit. Er besitzt grosse poetische Musikalität, die sich dank seines ungewöhnlichen technischen Könnens anscheinend mühelos in Spiel umsetzt. Ich liebe sehr Rucks Interpretationen meiner Musik.“ (H.W. Henze)
“Although I have heard many guitarist play my music on both sides of the Atlantic, I must say that Jürgen’s interpretations have consistently been the most sensitive and the most musically creative. He has a beautiful sound, a sure rhythmic feel, and he is one of the few guitarist in the world who works in large ensembles without any discomfort or confusion. But it is his career as a soloist that gives us the most cause for optimism. I think Jürgen is one of those special artists who is committed to expanding the repertoire of his instrument and encouraging other composers to write for it.” (John Adams)
Jürgen Ruck ist Professor für Gitarre an der Musikhochschule Würzburg.
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